Wo ich so war?

….das frage ich mich auch. Ziemlich oft sogar. Ich hatte irgendwie absolut einen leeren Kopf. Jedenfalls was das Schreiben bzw. zu Papier bringen betrifft. Passiert ist so viel. Ganz viel privater Mist. Ihr kennt das ja. Man hat dann davon den Kopf voll. Und eigentlich sind das immer nur Sorgen und Gedanken, die man sich macht. Um ziemlich banale Dinge. Das ist soooo schade – das Leben will doch genossen werden. Na ja. So wäre der Plan eigentlich. Daher hatte ich keinen Kopf für die „Fusselköpfe“. Ziemlich ärgerlich – denn es ist unendlich viel um und mit Peanut passiert.

Ich kann das alles gar nicht nachholen. Groß ist mein Baby geworden…

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Peanut, 9 Monate

Nur eins kann ich Euch sagen:

Er ist wirklich, WIRKLICH anders. Ich freue mich so sehr darüber, dass wir
wieder ein so wunderschönes, witziges, intelligentes und auch ein bisschen trotteliges Exemplar erwischt haben.  Mittlerweile ist es auch ein echtes Pubertier. Und wirklich sooo hübsch.

Ich werde ab sofort wieder regelmässig von ihm hier berichten.

Das wollte ich aber eigentlich gar nicht erzählen. Denn eigentlich hätte die Überschrift lauten müssen:

           „Seid Ihr eigentlich total bescheuert??“

Ja. Sind wir wohl.

Wir hatten, bevor Peanut bei uns einzog, Besuch von seiner „Tante“. Da ja seine Mutter mit ihm schwanger war (ja, macht Sinn) – bekamen wir seine „Tante Tjorven“ für die Zeit der Schwangerschaft und der ersten 8 Babywochen als „Pflegi“. Das war super. Ehrlich.

Super daran war auch, dass man(n) sich sofort in dieses Hundetier verliebte. Die beiden waren wirklich ein Herz und eine Seele. Aber – es ist eben eine Zuchthündin, eine ebenfalls mit einem verliebten Herrchen versehene Goldie-Hündin. Also keine Chance, sie zu behalten.

Allerdings wurde sie dann im November oder so belegt. Das wussten wir, da wir immer noch in Kontakt stehen. Nun ja – da schlich sich der Gedanke ein (der Gedanke an sich ist sooo neu jetzt nicht…), einen zweiten Hund haben zu wollen. Da mit dem „haben wollen“ und „jetzt“ ist bei mir ja so eine Sache. Hatte ich schon einmal beschrieben. Und das hat sich auch nicht verändert. Allerdings hat in diesem Fall auch ein wenig meine Vernunft „hier“ geschrien und ich habe man(n) nur (ehrlich, NUR!!) erzählt, dass dort Nachwuchs ins Haus steht.

Auch ist man(n) ja nur ein Mensch. Als zweiter Hund kam für ihn also nur eine „Tochter von Tjorven“ in Frage. Wir überlegten hin- und her. Hm – nein. Eigentlich nur „hin“.

Und nun zieht bei uns Ende März ein:

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Peaches, 1 Tag

Natürlich blieb es nicht aus, dass viele – eigentlich fast alle – uns gefragt haben, was „das denn soll“ und ob wir „Langeweile“ haben.

Es gibt da keinen Grund für. Wir haben es uns gewünscht. Wir lieben Hunde. Wir haben Bones geliebt, er gehörte sooo unendlich zur Familie. Peanut ist mittlerweile unser neuer großer Schatz. Und auch Peaches wird dazugehören. Voll und ganz. Und rechtfertigen müssen wir uns schon gar nicht.

Hinzu kommt, dass Peanut – anders als Bones – einen „Kumpel“ neben sich braucht. Das sagt mir so mein Gefühl. Ich betrachte ihn oft, wenn wir gegen Abend zu Hause Feierabend haben – wir machen wirklich viel mit ihm. Es ist klar, dass sich „Gassigehen“ nicht nur auf „spazieren gehen mit Hund“ beschränkt – oder? Aber es reicht ihm nicht. Er jammert trotzdem. Nein – das ist natürlich kein vorgeschobener Grund. Aber ich bin mir ganz, ganz sicher, er wird es lieben.

Und nein, er ist noch nicht erzogen. Er ist – wie oben bereits geschrieben – ein Pubertier. Auf mich hört er ab und zu, wenn er mich erkennt 🙂 , auf man(n), wenn er die Stimme erhebt (und DIE hört man in der ganzen Stadt, glaubt mir….). Wir sind sehr, sehr zufrieden mit ihm. Das „bei Fuß“ laufen klappt schon recht gut. Wenn er allerdings einen „frischen“ Duft in die Nase bekommt, vergisst er seinen Namen, wo er ist und dass es draußen hell ist…. Aber wir kennen das und sind uns sicher, das bekommen wir auch dieses Mal in den Griff. Er apportiert für sein Leben gerne, räumt alles an Socken, Unterwäsche, T-Shirts, leeren Flaschen, Joghurtbechern, Verpackungen……weg, was er finden kann. Und er hilft uns auch beim Aufräumen – also, wir nutzen ihn dazu. Das macht ihm nämlich – im Gegensatz zu mir – wirklich Spaß.

Genau. Kann stressig sein mit ihm. Und zu alldem „Pubertier“ holen wir uns noch einen Welpen. Bedeutet im Umkehrschluss – wir haben zu Hause wirklich Krieg. Also, wahrscheinlich. Ich bin mir sicher, meine Tochter wird mich die erste Woche hassen (sieh wohnt nämlich mit ihren Zwillingen unter uns. Altbau und so. Kennt Ihr..?). Ich bin mir sicher, mein Mann und ich werden uns hassen. Ich bin mir auch sicher, wir werden die ersten Tage / Wochen zweifeln, ob das richtig war. Und auch hier gilt: Alles wird gut und wir werden uns wieder liebhaben, so wie immer.

Wir haben beschlossen, es in diesem Sommer zu Hause richtig gemütlich zu machen. Wir werden unser Grundstück einzäunen (endlich). Wir werden unseren Garten genießen. Das ging letztes Jahr aus verschiedensten Gründen nicht – dieses Jahr freue ich mich da total drauf. Wir haben nämlich einen schönen Garten. Und wir können den Garten auch bei Regen genießen. Auch dafür werden wir sorgen. Auf alle Fälle viel draußen sein. Wir brauchen und wollen das als Erholung. Wir fahren nämlich nicht großartig in den Urlaub. Das können Gott sei Dank die Kinder endlich alleine.

Wir haben nämlich dann Hunde.

 

 

 

Parasitis, Impfungen & diverser Kram…

Es verhält sich ja nun so, dass heutzutage ein Hund irgendwie behandelt wird wie ein Kind. Was ich persönlich für mich nicht als wirklich schlimm erarchte. Damit meine ich natürlich nicht, dass ein Hund den gleichen Stellenwert wie ein kleines, menschliches Monsterchen haben sollte – gewisse Unterschriede gibt es da schon. Kleine.

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Ich meine damit z.B. auch die Behandlung des Tieres, den Umgang. Bestenfalls (und so sollte es ja sein) den liebevollen Umgang! Ich fahre mit meinem Hund genauso schnell zum Arzt wenn er krank ist, wie damals mit meinen Kindern. Ich versuche auch meinen Hund ausgewogen und gesund zu ernähren. Und natürlich versuche ich, meinem Hund beizubringen was „artig“ und „unartig“ ist.

Nehmen wir einmal die Impfungen. Ja, ich bin ein Freund von Impfungen. Genauso wie ich mich über das „Pro“ informiert habe, kenne ich die Impfschäden. Bei Menschen – und auch bei Hunden. Es gibt immer zwei Seiten. Ich habe mich für „dafür“ entschieden. Denn ich denke – wie sonst können böse Krankheiten (die wirklich, wirklich damals viele Opfer forderten) ausgemerzt werden? Nein – vielen Dank.

Bei Hunden sehe ich das genauso. Wieso wir hier keine (so gut wie…) Fälle von Tollwut mehr haben? Sicherlich nicht, weil die Tiere alle einen Mundschutz tragen. Nun ja. Muss eben auch jeder selbst wissen. Ich lasse meinen Hund impfen.

Und wir entwurmen auch regelmässig. Nicht mit diesen chemischen Dingen, dafür machen wir das zu oft (einmal im Monat, wegen der Enkelz und überhaupt, Ihr wisst schon…).  Als er ganz klein war und wir „unser“ Wurmmittel noch nicht anwenden konnten, hat er sich – wie sollte es anders sein – mit Giardien angesteckt. Irgendeinen mistigen Dreck gefressen, aus einer verseuchten Wasserlache getrunken, was-weiß-ich…. Jedenfalls hatte er die. Nun sind tatsächlich einige Fachleute der Meinung, ein gesunder Hund muss damit alleine klarkommen. Nein, muss er nicht. Ich muss auch keine Kopfschmerzen haben heutzutage. Und Gott sei Dank haben wir eine Tierärztin, die das genauso sieht. Er war im Grunde gesund, hatte halt nur diese Parasitis und dadurch echt Durchfall. Und da er auch noch so klein war, bekam er eine fiese Wurmkur. Und diese innerhalb von 4 Wochen 2x (wegen des Wurmnachwuchses und so. Eklig, echt!)

„TORTUR!!“ höre ich manche rufen. Quatsch. Er nahme doch so gar nicht genug Nährstoffe auf. Ganz zu schweigen davon, dass diese ekligen Dinger auch auf Menschen übertragen werden können, wir oft 2 kleine Menschen bei uns haben und sich ziemlich viel bei uns auf dem Fußboden abspielt. Und ja, wir „wohnen“ und unser Fußboden ist nicht immer hygienisch einwandfrei (wir haben einen Hund…). Trotzdem wollten wir nicht noch ein paar Giardien da mitspielen lassen und sie wurden entfernt.

 

Ach so – fur diejenigen, die schon immer mal wissen sollten, wie so einige Bakterien, Viren etc. aussehen: unter http://www.riesenmikroben.de findet man großartiges Plüschspielzeug. Auch für den Hund nutzbar. Ausserdem wollte ich schon immer mal E.coli verschenken.

 

Jedenfalls finde ich persönlich so etwas für ein „ich-bin-draußen“-Haustier echt wichtig (nein, nicht die Pluschis, die Vorsorge). Es gehört nun einmal dazu und mit Euren Kindern geht Ihr auch zum Arzt, wenn es Ihnen nicht gut geht. Lasst sie untersuchen und gebt die nötigen Medikamente. Ich habe jedenfalls noch niemals jemanden sagen hören: „Ja, mein Kind ist krank. Aber ein gesunder Körper wird alleine damit fertig!“. Sicherlich gibt es Menschen, die so denken und das auch so aussprechen. Mache ich eben nicht. Und jede Meinung dazu sollte akzeptiert werden.

 

Unterm Strich stehe ich nicht so auf die Tatsache, dass man Hunde nicht impft, keine Wurmmittel verabreicht oder mal zur Vorsorge geht. Ich akzeptierte zwar die anderen Meinungen, stimme jedoch nicht zu. Muss ich ja auch nicht. Das gilt auch für Kinder, übrigens. Aber genauso sollte es auch akzeptiert werden, wenn ich dann beschließe, meinen Hund nicht mit jedem spielen zu lassen.

 

Die Tatsache, dass unsere Fellnase mit ins Bett darf, wenn er denn möchte, stößt auch einigen Leuten auf. Warum? Bringt uns doch nicht um, ihn schon gar nicht. Unser Hund ist soweit „sauber“. Und Bettwäsche kann man wechseln, so oft man möchte. Mit Sicherheit gibt es Unhygienischeres. Und er (der Hund jetzt….) denkt auch mit Sicherheit nicht, dass er sofort „Chef“ ist, weil er das darf oder als erstes durch die Türo geht. Oder weil er sein Futter erhält, wenn er uns daran erinnert. Oder, oder, oder…. Ich mag diese „Rudeltheorie“ einfach nicht. Oder die Aussage, dass „er uns“ erzogen hat. Er ist einfach ein Familienmitglied, das wir unendlich lieb haben. O.k., vielleicht weiß er das nicht und fühlt sich einfach bei uns wohl. Auf alle Fälle mag und vertraut uns. Und genau DAS ist es, was wir immer gerne wollten. Einen Hund, der immer noch ein Hund ist aber bei uns als neuer bester Kumpel mit wohnt und sich freut, uns und die Kinder zu sehen. Und wenn wir auf ihn aufpassen und einige Dinge verbieten dann nur, damit er nicht kaputt geht. Ist ja auch eine Art Erziehung. Finde ich jetzt mal so. Und der kleine Mann tut, was man von ihm möchte. Ebenso darf er aber auch mal das tun, was er will. Er darf zu uns kommen, wenn er Angst hat. Er darf sich hinlegen, während alle noch brav „sitzen“ , wenn er müde ist. Und er darf kuscheln kommen. Jederzeit und immer. Das macht man in einer Familie ja so.

Es sei denn, er spielt wieder mit irgendwelchen Parasitis. Denn dann muss ich ihn ja vorher desinfizieren. Oder so. Am besten – am Strand mit Meerwasser. 🙂

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War Euer Hund kein Familienmitglied?

Tatsächlich musste ich mir das anhören. Jedoch von einer fremden Person, niemand der uns kennt hätte es gewagt, diese Frage zu stellen bzw. dies überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Für einige Menschen ist es unverständlich, dass wir uns „schon“ einen neuen Hund holen.

Ich kann diese Denke verstehen – keine Frage. Bis unser Dicker starb, sah ich das ganz genauso. Ich habe Leute verurteilt, die schon 1-2 Tage später ein neues Hundebaby oder einen neuen felligen Freund hatten. „Warum macht man das?“ habe ich oft Mann gefragt. Ich habe das einfach nicht verstanden. Man trauert doch total. Man muss doch erst einmal verarbeiten, dass da niemand mehr auf einen wartet, wenn man nach Hause kommt. Was macht man mit der ganzen freien Zeit? Wieso kuschelt da niemand mehr am Abend auf dem Sofa? Das kann man doch nicht einfach ersetzen. Durch „etwas Neues“.

Nein. Kann man auch nicht. Aber man kann ein Pflaster über sein Herz kleben.

Mir kamen diese Gedanken, als ich in der letzten Woche mein Treppenhaus sauber gemacht habe. Ich hatte das mit Absicht immer nur „gefegt“ – weil Boni dort seine Fußabdrücke hinterlassen hatte. Und die waren noch da. Bis nun eben letzte Woche  (ich musste die Treppen unbedingt wischen, es wuchsen schon Blumen aus den sandigen Stellen). Was aber letztlich dazu führte, dass ich heulender Weise mit dem Feudel im Treppenhaus stand und die Pfotenabdrücke entfernte.

Ziemlich scheisse, wenn man bedenkt, dass nächste Woche der neue Fusselkopf bei uns einzieht und ich augenscheinlich immer noch an unserem Fussel hing. Also nahm ich mir mal die Zeit und dachte so darüber nach (wobei ich immer die Worte meines Lieblings-Schwiegervaters im Ohr habe: „Holst Du Dir einen Hund, kaufst du eben den Tod gleich mit!“)….

Ich kann sehr gut die Menschen verstehen, die sagen, sie wollen jetzt keinen Hund mehr. Das kann aber die verschiedensten Gründe haben.

Erstens – so hab ich das empfunden – ist es in der Tat so, dass es einem das Herz zerreist, wenn man sich so trennen muss. Und man will das auch niemals wieder durchmachen. Verständlich. Ich habe da jetzt schon Angst vor. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass es noch einmal so einen best Buddy auf der Welt gibt.

Das ist die Anfangsphase. Dann kommt die Zeit, in der man sich fragt: „Was war eigentlich vor dem Hund?“ Ja – ähm…keine Ahnung. Man hat auf einmal wieder Zeit, um ausgiebige Stadtbummel zu machen. Mit Kaffee trinken sogar! Nicht auf die Uhr gucken. O.k. – das geht natürlich auch alles mit Hund, wenn man denn einen hatte, der Bock drauf hatte, überall mit hingenommen zu werden.

Ich fand es irgendwie….komisch. Egal. Jedenfalls hat man wieder „Zeit für sich“, wenn man denn will. Und fragt sich dann, ob man sich wirklich wieder einen Hund „ans Bein binden“ möchte. Ja. Ich will.

Zweitens ist es eben, wie schon erwähnt so, DER Hund ist nicht ersetzbar. Man will nicht vergleichen. Man kann sich nicht vorstellen, wieder jemanden so lieb zu haben. Also steckt man irgendwie den Kopf in den Sand und versucht alles auszublenden. Und sagt sich: „Wenn es wieder soweit sein soll, findet der Hund mich!“

Nein. Das glaube ich persönlich nicht. Man muss schon bereit sein. Und dann ist da wieder dieses Bauchgefühl….ihr wisst schon. Das Universum antwortet. Oder Yoda – wer weiss das schon so genau. Wenn man bereit ist, findet sich auch der passende neue Kumpel. Jede Wette.

Letztlich ist es aber so, dass der eine früher der andere später „bereit“ ist. Und ich werde niemals wieder jemanden verurteilen, der „früher“ soweit ist.

Wir konnten in der ersten Woche keinen klaren Gedanken fassen. Dann fasste zunächst ich und dann Mann einen Entschluss. Gut – Mann wurde ein wenig „überredet“. Aber es geht einfach bei uns nicht ohne „Fellnase“.

Nun, es ist die richtige Zeit für uns. Auch wenn ich ab und zu noch mit Pipi in den Augen irgendwo rumstehe, weil mir irgend etwas einfällt, was ich so sehr an und mit Boni vermisse.

Ich bin aber ebenso total in diesen behaarten, kleinen neuen Fratzkopf verliebt. Und nein, er kann und wird Boni niemals ersetzen können und soll es natürlich auch gar nicht.

Ich bin mir aber ganz sicher, dass er uns vergessen lassen wird, was das für eine bescheidene Zeit war, als wir Bones gehen lassen mussten.

Er wird das Pflaster sein und das ist gut so

Peanut

Das Warten beginnt oder BOAH – wie lange denn noch??

Im Grunde genommen wissen wir ja, auf was wir uns einlassen.

Zunächst einmal darf ich vorstellen:

Peanut. Eigentlich Neo-Peanut – wir konnten uns nicht entscheiden und er kommt aus einem „N“-Wurf. Nachdem wir ihn aber auf der Hand hatten und ihn so betrachteten – sah er wirklich aus wie eine dicke Erdnuss. Hier ist er und ja, wir sind total verliebt:

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Er wird Anfang Juni bei uns einziehen. Und zwar, wie gewünscht, mit 8 Wochen. Ja das ist früh. Für einige vielleicht „viel zu früh“. Für uns nicht. Wir freuen uns wahnsinnig auf die Aufgaben, vor die uns dieser neue kleine Zwerg stellen wird. Und wir schaffen das, ist ja nicht das erste Mal. Dachte ich so…

Allerdings fängt es irgendwie jetzt schon an. Gut – wir sind keine 20 mehr und das Gedächtnis lässt bekanntlich im Alter ein wenig nach. Wie gut, dass Mann alles immer dokumentiert. Es wird also wieder nachgesehen, geprüft, kontrolliert und erschöpft schlafen gegangen. Worum es geht? Na ja, fangen wir mal an:

Namensfindung gestaltet sich nicht ganz so einfach, wie vorgestellt. Wie schon geschrieben, ein Hund ist einfach nicht ersetzbar und ich wollte einfach keinen Namen mit „B“ (Ja, er fehlt mir immer noch!). Aber welchen denn? Es ist ein „N-Wurf“. Ach so, ja. Dann gucken wir mal unter „N“. Jepp – das wird dauern. Wir haben also die Kinder involviert. Die Großen. Die Zwillinge wollten Namen wie Pipi, Kuschel, Hundi….und so. Nein.

Es kamen also auf den Zettel: Nacho, Nugget, Nash, Neo (seht Ihr??), Nigel, Nepomuk, Neptun. Und so einige mehr!

Irgendwann hatte ich die Nase voll. Ich wollte keinen mit „N“, fand ich jetzt total doof. Wir haben also alle weiter gesucht: Bex, Moon, Yoda (mein Favorit, Mann wollte aber nicht im Wald stehen und nach Yoda rufen. Stellt sich aber auch an!), ….es hörte nicht auf. Wir haben es dann einfach so gemacht: Ein paar Namen wurden mitgenommen zur Züchterin, als wir das Baby zum ersten Mal sehen durften. Und es stand sofort fest: Das ist eine kleine Erdnuss. Einen „N-Namen“ musster trotzdem haben. Da war ja Neo in der engeren Auswahl. Also Neo-Peanut. Und beim zweiten Besuch, als er da so klein und fett in meinem Arm lag PEANUT. Unsere neue kleine Erdnuss. Läuft also demnächst jemand durch die Gegend und schreit nach Erdnüssen denkt Euch nichts dabei. Ist nur mein Mann auf der Suche nach dem Hund.

„Futter könnt Ihr mitnehmen!“ Ach ja. Futter. Hm. Bisher hatten wir immer unsere Marke, sind super damit gefahren und haben diese auch weiterempfohlen. Im Moment schwanke ich jedoch noch zwischen BARF und TroFu. Ein Streitgespräch ohne Ende. Es gibt überzeugte Barfer und überzeugte TroFu-Fütterer. Ich kann beide Seiten verstehen. Aber mal ehrlich Leute: Es muss doch jeder selbst wissen! WIR sind mit dem Trockenfutter immer super zufrieden gewesen, hatten nun allerdings auch einen Hund ohne Allergien. Klar, dann bleibt man dabei. Und vielleicht sollte man nicht alles, was man hört und liest glauben. Einfach probieren, was der Hund verträgt.

Ich muss allerdings sagen, hätte ich einen hypersensiblen Hund, würde ich auch barfen. Es ist ja heute nicht mehr so, dass ich mich dazu das ganze Wochenende mit einem Topf an den Herd stellen muss. Gott sei Dank gibt es ja schon Läden, in denen ich alles fertig kaufen kann. Plus Zusätze. Finde ich super. Und auch hier – ACHTUNG – muss man Vertrauen haben. Sicherlich ist nicht sooo viel Mist im rohen Fleisch wie in so manchem Fertigfutter. Aber weiss man das wirklich GANZ genau? Ich nicht. Ich bin da von Natur aus ein wenig misstrauisch. Ist einfach so.

Unsere Lieblingsnachbarn z.B. kommen super mit dem Barfen zurecht. Ihrer kleinen entzückenden Hündin gefällt es, sie ist gesund und munter und ein sehr ausgeglichener Hund mit schönem Fell, gesunden Zähnen und klaren Augen. Finden wir jetzt mal so.

Wir bleiben bei unserem, uns bekannten Futter und hoffen, dass wir kein Sensibelchen bekommen. Ich glaube aber nicht – bei der Mutter! Und wenn doch, wende ich mich vertrauensvoll an die Nachbarn.

Krankenversicherung? Habt Ihr zuviel Geld?  Hä? So mancher ist dieser Meinung. Mitnichten. Der erste Gedanke, den jeder Hunde(neu)besitzer hat ist nämlich der: Ich lege für den Tierarzt Geld beiseite! Super Idee. Und dann geht die Waschmaschine kaputt. Oder der Fernseher. Oder, noch viel schlimmer, das Handy. Dann hat man ja den Hundespartopf. Es passiert im Moment schon nix, ich fülle das Geld wieder auf.

Klappt nicht. Wetten? Beim nächsten Gassigang liegt da entweder eine Glasscherbe oder der Hund tritt in ein Loch und „verknackst“ sich irgend etwas. Oder er frisst etwas Schlechtes. Auf alle Fälle ist gewiss: Ihr fahrt zum Tierarzt. Und dann kommt Summe xy zusammen und reißt ein Loch in die Tasche (jedenfalls bei den meisten „Normalverdienern“).

Hier nun tritt unsere „HabtIhrzuvielGeld“-Krankenversicherung auf den Plan. Ja, wir haben eine. Also wir werden wieder eine haben. Ich vergleiche noch (da haben wir es wieder, siehe oben!) und bin am telefonieren. Welche ist gut, welche fällt direkt durch? Mittlerweile gibt es die ja auch wie Sand am Meer. Und hier muss man wirklich genau hinsehen!! Also – schließt Ihr eine ab, guckt genau hin, was diese übernehmen. Nicht alle sind gleich, glaubt mir. Und lest auch das Kleingedruckte. Ich jedenfalls bin froh, wenn ich am Ende des Jahres das Geld wiederbekomme. Noch besser ist natürlich – ich hab gar keins zahlen müssen.

Das braucht das neue Hundebaby. Unbedingt! Wir haben die meisten unserer bisherigen Hundesachen der Tiertafel gespendet. Die Dinge waren wirklich noch toll und ich bin mir sicher, dass sich der ein oder andere Hund drüber gefreut hat.

Nun allerdings stehen wir wieder vor der riesigen Auswahl an Dingen, die die Welt nicht braucht. Wohl aber das neue Hundebaby.

Ich möchte unbedingt in seiner Hundehöhle eine Matratze mit Memoryfoam. Ihr wisst schon, dieser Matratzenschaum, der sich der Körperform anpasst. Ich schlafe selbst super gut auf so einer Matratze und finde es wirklich entlastend. Also muss so etwas auch für das Baby her. Damit er gar nicht erst Probleme mit den Gelenken bekommt und so. Nein, das ist keine Ausrede.

Ein neues Halsband mit der (natürlich) passenden Leine muss ja auch sein. Man gönnt sich ja sonst nix. Immerhin kommt der kleine Kerl überall mit hin.

Ach ja. Und da er überall mit hinkommt, brauchen wir auch einen Spender für diese hässlichen Hundetüten. Wobei es die jetzt mittlerweile auch Farbig gibt.

Hundedecken. Hundedecken kann man wirklich niemals genug haben. Die liegen auch überall. Auf und im Schlafplatz, auf dem Sofa, im Auto, im Garten. Kennt Ihr noch das Schnuffeltuch von Samson aus der Sesamstraße? Was immer dabeisein musste? Ja, ungefähr sowas. Und gut aussehen sollen sie auch. Bitte.

Ich könnte jetzt noch unendlich weitere Dinge ausführen. Mache ich aber nicht. Denn schlussendlich braucht er nur eins ganz dringend:

Ganz, ganz viel Liebe und Vertrauen zu uns.

Und das kostet ja nix. ♥♥♥♥

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Wann ist eigentlich „JETZT!“?

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Zugegeben: Ich möchte nicht mit mir verheiratet sein. Denn wenn ich mir etwas in den Kopf setze, muss es „JETZT!“ sein. Meistens. Mein Mann kennt das schon und ist trotzdem noch hier. Toll. 🙂

Aber mal im Ernst. Als ich im August 2009 festgestellt habe, dass ich unbedingt einen Hund haben muss, war das hier ein Thema, was wirklich für Unruhe sorgte. Denn meine Familie kennt mich ja nun. Und das „Nein!“ konnte und wollte ich so einfach nicht akzeptieren. Ich wusste einfach – das muss aber jetzt sein. Sofort. Also hab ich mich alleine auf die Suche nach einem Hund gemacht. Erwähnte ich schon, dass wir unseren Fusselkopf auf einer bekannten Kleinanzeigen-Seite fanden? Also nicht natürlich explizit ihn – sondern die Anzeige der Welpen. Wie gesagt, wir hatten unendlich Glück mit der Familie, den Hunden (wir haben heute noch ab und zu Kontakt) und mit Bones.

Nun ja – zurück zum Thema. Heute sind wir natürlich viiiiieeeel schlauer. Und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Züchter (warum (dieses Mal) noch keinen Hund aus dem Tierschutz ist ein anderes Thema!). Kann ja sooo schwer nicht sein, einen Retriever-Welpen zu finden.

Kurz gesagt: Hat man Zeit, arbeitet nicht oder wenig, nimmt wirklich hunderte von Kilometern in Kauf – am Besten jedes Wochenende und ist es egal, ob Rüde oder Hündin und sowieso muss es ja nicht sofort sein sondern kann auch erst im nächsten Jahr….DANN bekommt man sicherlich seinen Wunschhund. 

Versteht mich nicht falsch.  Ich bin von der Sorte Mensch, der an sein „Bauchgefühl“ glaubt. Der Hund findet Dich. Wenn man einfach das Gefühl hat, jetzt ist die richtige Zeit für einen treuen Wegbegleiter (und nicht: Die Kinder wollen einen Hund!!). Ich gehe einfach mal davon aus, dass meine Leser verantwortungsvolle Menschen sind, was bedeutet: Er muss nicht alleine bleiben, die Familie steht dahinter, Urlaub in Übersee wird sowieso überbewertet,… also dann kann man schon loslegen.

Und damit beginnt dann auch das Dilemma. Wie hoch ist die Frustationsgrenze eigentlich so? Da ja mittlerweile jedem bekannt ist, dass ein Haustier nur bei einem seriösen Züchter gekauft werden sollte, grast man also die einschlägigen Seiten ab. Super – es gibt sogar Züchter in der Nähe…. Also ruft man dort an.

Abgesehen davon, dass man sich vorab schon „halb nackig“ machen muss, kommt dann irgendwann das obligatorische: „Es gibt bereits eine Warteliste. Wir möchten Sie gerne kennenlernen.“ O.k. Gut. Auch das nimmt man in Kauf. Also am Wochenende rein ins Auto, bestenfalls muss man nur ein paar Kilometer fahren, allerdings: ein paar hundert mehr machen dann auch nichts mehr aus (dem Mann sei Dank, er meckert nicht einmal)…

Also ist man irgendwann am Ziel. Klingeln, „Wehe, Du lächelst nicht freundlich!“, Hände schütteln. Und da sind sie dann – die Babys. Spätestens hier ist Frau dann in einer anderen Dimension. Das ist auch normal, denke ich.

Da sitzt ER/SIE dann. Guckt dich an. Du überlegst, bist still. Und auf einmal ist da „dieses Gefühl“…DAS IST MEINER!!

Tja. WEIT gefehlt. Da ja schon eine Liste besteht (oh, das hatte ich ganz verdrängt) muss erst geguckt werden, ob da überhaupt noch ein Hund frei ist (hä? Und das ging jetzt nicht am Telefon?). Und wenn ja – ja, dann werden die Hundebabys erst noch „getestet“. Aussuchen? „Nein…wie kommen Sie denn darauf? Wer welchen Hund erhält, entscheiden wir. Dazu müssen wir Sie natürlich noch viel besser kennenlernen. Und möchten Sie bitten, mindestens einmal die Woche, möglichst noch mehr, bei uns zu sein um sich mit den Welpen zu beschäftigen. Die Bindung ist immens wichig. Ja und dann – wenn alles passt, bekommen Sie den für Sie passenden Welpen im Alter von 10 Wochen. Nicht früher!“ (Und was ist mit der Bindung zu seiner neuen Familie? Die so ab der 8. Woche beginnt? Das komplette und absolute Vertrauen, was in diesen – genau – 2 Wochen geknüpft wird?) Ach so – das macht auch ein Züchter. Aha. Na gut. „Haben Sie ein T-Shirt mit, falls Sie denn einen der Welpen bekomme?“ Hä??

Man verspricht ihnen alles. Man will alles genauso machen, wie es gewünscht wird. Man nimmt alles in Kauf. Aber man sollte auch einfach selbst mal ´ne Nacht drüber schlafen. Finde ICH denn den Züchter gut? Finde ICH gut, wie er mit den Babys umgeht?

Nun ja. Jedenfalls klappt es bei uns dieses Mal nicht mit dem „Ich will. Und zwar JETZT!“. Das ist auch gut so.

Nebenbei bemerkt: Ich verurteile zutiefst den fiesen Welpenhandel und die „Billigwelpen“. Auch wenn es „schnell“ geht: Kauft bitte, bitte niemals nie so einen Hund! Lasst euch immer, IMMER die Mutter zeigen. Geht unangemeldet hin! Und guckt HINTER die Kulissen!!

Ich glaube auch, dass viele Familien einfach „Jetzt!“ (natürlich nicht unüberlegt!) einen Hund möchten, sich darauf freuen und dann ein bisschen „abgewatscht“ werden von den Züchtern. Ich möchte niemanden verurteilen und eigentlich „weiß“ man ja auch, dass man warten muss. Ich kann ein wenig die Züchter verstehen – ein klitzekleines bisschen (ein Grund, warum wir nicht züchten ist übrigens der, das ich die Hundebabys niemandem anvertrauen würde). Muss es aber wirklich so sein?

Manchmal entsteht aus dem „JETZT!“ eben auch eine Freundschaft für`s Leben, weil eben alle auf Ihr Bauchgefühl gehört haben…

 

Ach ja – ich bin, wie alle wissen, absolut kein „Hundeprofi“. Da gibt es genug andere Leute. Und es ist sicherlich richtig, dass  die Welt leider nicht so rosa ist, wie ich sie gerne hätte. Aber ich glaube nun einmal an das Gute im Menschen. Und dies sind meine – unsere – Erfahrungen der letzten Wochen und meine Gedanken im Kopf. Mehr nicht 🙂

Abschied

Er war noch nicht alt. Und er war wunderschön.

 

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7,5 Jahre sind für einen Golden-Retriever kein Alter. Als Baby hatte er alles, was ein Hund kriegen kann. Angefangen mit Flöhen, über einen ganz fiesen Biss von einem anderen Hund. Und immer – IMMER – ist er derjenige gewesen, der in die Erdlöcher getreten ist. Und war dann sofort kaputt. Aber er hatte 1a Hüften. Keine Spur von ED, HD, Verschleißerscheinungen. Alles super.

Bis er anfing zu lahmen. Gut – kannten wir. Die gleiche Geschichte wie immer: Tierarzt, Tierklinik, Schmerztabletten. Er übergab sich – wir setzten die Schmerztabletten wieder ab. Kannten wir auch schon. Was wir nicht kannten war das Fieber. Also wieder Tierarzt. Fieber stieg. Wir sind dann sehr spät noch in den Notdienst der Tierklinik Norderstedt gefahren  (an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön). Er wurde komplett auf den Kopf gestellt – die Diagnose: Akute lymphatische Leukämie.

„Ihr Hund liegt im Sterben!“ – ein Satz, den niemand hören will. „Ich würde Ihnen nicht empfehlen, ihn wieder nach Hause zu bringen. Er wird diese Nacht nicht überleben!“  Wenn ich das hier so schreibe, summt es irgendwie immer noch in meinem Kopf.

Wir waren doch wegen seiner Lahmheit hier! Und wegen seiner Übelkeit!

Es gab kein Zurück. Er war wirklich sterbenskrank. Und soo unglaublich tapfer. Wir haben absolut nichts geahnt. Hätten wir früher etwas tun können? Nein. Blut untersuchen? Das war doch bisher immer in Ordnung. Er ging regelmässig zum Check-Up.

Also liessen wir ihn gehen. Unser Baby. Unser Boni. Immer unvergessen. Niemals ersetzbar. Der Seelenhund (was habe ich mich immer gegen das Wort gesträubt!!). Die Wohnung leer. Die Gedanken leer. Was jetzt? Ich wollte niemals wieder so etwas erleben. Er fehlt uns – immer noch. An jeder Ecke, jede Minute.

Nach einer ganzen Woche (!) beschlossen wir – so geht das nicht weiter. Es wird einen neuen Freund geben. Kein Ersatz. Kein „Vergleichshund“ – ein neuer bester Kumpel. Daher wird mein neuer Beitrag demnächst davon handeln, wie man (oder wir) „auf den Hund kommt“.